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Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

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Joe
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Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 18.03.2017, 10:38

In meinem 319er werkelt ein OM615 Austauschmotor, den ich eigentlich schon seit ein paar Jahren zugunsten eines OM616 ausbauen will.
Die Kupplung in Zusammenhang mit der Schwungscheibe war immer ein rutschendes Problem, trotz neuer Kupplungsscheibe. Denke der Vorbesitzer
hat die Schwungscheibe vom OM615 drinnen gelassen.
Benötige ich nun eine Schwungscheibe vom OM621 ?
In der Bucht wird gerade eine für 200€ inkl. Kupplungsplatte angeboten... zu teuer ?

Wer weiß Rat?

Danke
Jörg

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Joe
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 02.04.2017, 11:56

Weiß keiner was zur Schwungscheibe? :crazy:
Würde ja am liebsten die vom OM616 drinnen lassen, auch wegen der Wuchtung, aber das geht wohl nicht, oder? :Wandhauer:

LG
Jörg

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Joe
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 03.04.2017, 08:01

Hm, in zwei Wochen möchte ich den Motorumbau endlich angehen.
Das Thema Schwungscheibe bereitet aber noch Kopfzerbrechen...
Der OM 616 ist aus einem MB100 Bj.92 OM616 963 II.
Ist da die Schwungscheibe ebenfalls mit der KW gewuchtet, wie in den älteren OM´s?
Hier:
viewtopic.php?f=9&t=3014&p=12826&hilit=Motor+Umbau#p12826
hab ich ja auch schon einiges gelesen. :shock:
Was hat es mit dem 'Tortenstück' an der OM621er Scheibe auf sich? Abdrehen? Warum?
Om615er Scheibe? Welche?
Fragen über Fragen...
LG
Jörg

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Uwe
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Uwe » 03.04.2017, 14:31

He Joe, :)
meinen Umbau von 621 auf 616 hat Reinhard gemacht. Dazu wurde die 621er Schwungscheibe abgedreht. Das ist im Prinzip alles was ich zu den Thema weiß. Eigentlich sollte es hier noch ein paar Leute geben, die zu dem Thema mehr zusteuern können. Ich erinnere mich, dass das Thema vor etlichen Jahren hier im Forum mehrfach diskutiert wurde. Einfach mal über die Suchfunktion gehen, oder mit Reinhard telefonieren (der ist so gut wie nie hier unterwegs).
Gruß, Uwe

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Harald2
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Harald2 » 16.04.2017, 20:35

Hallo Jörg,

zu dem Teil deiner Frage bezüglich eines OM 616 aus einem MB 100: "Ist da die Schwungscheibe ebenfalls mit der KW gewuchtet, wie in den älteren OM´s?"

Ja.

Weshalb man bei Einbauten eines OM 615xxx (55 PS im 200 D/8, 60 PS im 220 D und im 206 D oder eines OM 616xxx (65 PS im 240 D/8, 72 PS im 240 D W 123 und MB 100) auf das Schwungrad vom OM 621 umbauen soll, weiß ich nicht - die Erklärung würde mich interessieren (ich habe einen L 319 D mit OM 636 und noch je einen Motor OM 615 (55 PS) und OM 616 (65 PS), jeweils aus bzw. in einem /8, favorisiere aber den OM 636 mit den originalen Leistungsdaten eines Schnellieferwagens.

OM 615 ist nicht OM 615 und OM 616 ist nicht OM 616. Es gibt - unter anderem - Unterschiede bei den Einspritzpumpen und deren Regelung und der Größe und Anordnung des Ölfiltergehäuses. Die Bedienung zum Starten und Abstellen des Motors hängt auch von der jeweiligen Ausführung ab: Per Glüh-/Anlassschalter ("Zugstarter") oder elektrisch/pneumatisch ("Schlüsselstarter"). Welche Ausführung in den 319er passt und welche zu favorisieren ist, weiß ich nicht, würde ich aber gerne wissen. Genial wäre eine Kombination mit lenkradgeschaltetem 5-Gang-Getriebe. Hat das schon mal jemand umgesetzt?

Wie du im verlinkten Beitragsverlauf gelesen hast, ist das Schwungrad im Verbund mit der Kurbelwelle gewuchtet. Das Schwungrad für sich hat somit eine (im Verbund ausgleichende) Unwucht. Wenn ein Schwungrad ersetzt werden soll, so muss das zum Einbau kommende Schwungrad die gleiche Unwucht aufweisen wie das zu ersetzende. Im verlinkten Artikel ist grob beschrieben, wie das gemacht wird.

Frage: Weshalb Umbau auf Schwungrad vom OM 621? Haben die Antriebswellen der Getriebe andere Profile (ich meine nein) oder sind die Getriebeglocken kleiner oder weshalb verwendet man nicht einfach das Schwungrad und eine Kupplung vom OM 615 oder OM 616?

Harald2

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Joe
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 18.04.2017, 09:02

Hallo Harald,

ich bin jetzt gerade dabei meinen Motor umzubauen.
Die Schwungscheibe des OM616, bei mir die 72PS Version aus einem MB100, ist von den Abmessungen grob nicht unterschiedlich (habe es nur am Motor gemessen).
Ich will mich auch nicht so richtig damit abfinden, überall zu lesen, daß die Schwungscheibe gewechselt werden muß, denn das WARUM bleibt unklar.
Einfach die Kupplung vom MB100 zu übernehmen funktioniert wohl so nicht, da die Kupplungsscheibe 23 im Ggs. zu 10 Zähnen beim 319er für die Getriebewelle hat. Ob man
aber nicht einfach die 319er Kupplungsscheibe weiter nutzen kann... oder eine Kupplung aus dem T1 verwenden...
Der Zahnkrans scheint auch etwas feiner zu sein, aber dann könnte man einen MB100er Anlasser einbauen...
Der Rest, also Schlüssel/Zugstarter,Ölfilter, Riemenscheiben, LiMa etc. ist nur ein wenig Tüfftelei.
Bei der Elektrik ist natürlich ein Vorglührelais nötig, für spätere OM616er.

Ich mach mich mal an die Arbeit und werde berichten!

Gruß
Jörg

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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Harald2 » 18.04.2017, 11:20

Hallo Jörg,

bevor du an einem Motor ein Schwungrad demontierst, vergewissere dich, dass ein Passstift vorhanden ist. Wenn nicht, dann solltest du vor der Demontage die Position des Schwungrads zur Kurbelwelle mit einem Körnerpunkt oder einer Kerbe (Meißel) oder notfalls Farbklecks, Faserstift (hält halt nicht dauerhaft) zeichnen.

Die Nabenprofile haben sich während der Bauzeit des W 123 vom altbekannten Keilprofil mit 10 Zähnen auf das SAE-Profil, hier dann mit 26 Zähnen geändert, so dass eine Kupplung vom frühen W 123 oder vom W 115 (/8) auf das Nabenprofil der Antriebswelle des Getriebes im 319er passen wird. Zu klären wäre lediglich, ob die Getriebeglocke der alten Getriebe kleiner ist und ob deshalb die alten Getriebe an die neueren Motoren nur in Verbindung mit kleinerem Schwungrad und kleiner Kupplung passen. Wenn dies so ist, dann stellt sich die Frage, ob nicht an die alten Getriebe eine größere Getriebeglocke passt und wenn dies von den Getriebegehäusen her passen würde, ob der Einbauraum im 319er eine größere Getriebeglocke aufnehmen kann.

(Die Antriebswelle des Frontantrieb-Getriebes im MB 100 weist ein Profil mit 23 Zähnen auf, was für deinen Umbau unerheblich ist. Das Nabenprofil ist unabhängig vom Schwungrad, ein größeres Schwungrad lässt eben einen größeren Durchmesser der Kupplung zu). Mir ist klar, dass dir das klar ist, aber nun habe ich es schon geschrieben.

Was machst du mit dem Ölfiltergehäuse? Der 72 PS-Motor ist natürlich nochmal ein Fortschritt vom 65 PS-Motor. Die schönste Startprozedur bietet der OM 636: Hebel in Vorglühstellung schwenken - warten - weiter zur Startstellung - los geht's! So muss das sein.

Harald2

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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 19.04.2017, 11:17

Hallo Harald

So! Motor ist raus...

DSCN7339.JPG


Nun ist auch klar, warum die Schwungscheibe des OM616 leider nicht paßt. Die Getriebeglocke paßt nicht drüber. :oops:

Schwungscheibe/Kupplung OM615:

DSCN7340.JPG


Schwungscheibe mit lose eingelegter Druckplatte des 319ers im OM616:

DSCN7342.JPG


Also doch die Schwungscheiben tauschen und Gegenwuchten lassen.
Wollte das Gegenwuchten eigentlich selber machen, mit einen Auswuchtständer für Motarradräder, aber dazu fehlt die Aufnahmemöglichkeit für die Scheiben... :Wandhauer:
Egal, Fa. Motoren Henze in Hannover macht so etwas noch... Wird immer schwieriger so etwas zu finden...

Die Schwungscheibe am OM616 hat eine kleine Markierung, allerdings nicht genau auf OT. Beim 615er hab ich noch nicht genau geschaut, werde das vor Ausbau aber natürlich
markieren. Trotzdem Danke für den Hinweis, hilft ja auch anderen die hier mitlesen. :top:

Der Ölfilter liegt bei meinem OM616 optimal:

240D Motor.JPG


Hier erwarte ich eher keine Schwierigkeiten. Alledings muß die Ölwanne getauscht werden. Die große vom MB100/OM616 paßt nicht wirklich unter die Vorderachse, da bleibt nur
5cm Platz, der Federweg bis Anschlag auf die Gummipuffer beträgt aber 11cm. Im Falle des Falles setzt sonst die Vorderachse auf der Ölwanne auf... :crazy:
Die Ölwanne wird nur mit Silikon abgedichtet. Zur Vorsicht erneuere ich den unteren Teil des Kurbelwellendichtrings im OM616. (A0019971241 ca.8€ +MwSt bei MB).
Wie es dann mit der Ölpumpe aussieht, muß ich mir dann ansehen. Hoffe, daß nur der Ansaugschnorchel tauschbar ist, wenn nötig...

Weiß jmd. zufällig, wo ich die Gummipuffer für den Vorderachsträger her bekomme?

Vorderachsträger.JPG

Vorderachsträger Vorne.JPG

Vorderachsträger Hinten.JPG


Ich berichte dann weiter.

Sternengrüße
Jörg
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Harald2 » 19.04.2017, 20:35

Hallo Jörg,

so langsam kommt Licht ins Dunkel der stummen Getriebeglocken. Die Kupplung an deinem OM 615 ist offensichtlich keine typische Kupplung am OM 615, denn die hätte, abgesehen von den Maßen, eine Druckplatte mit Tellerfeder. Kannst du mal ein Bild einstellen, das dein Getriebe mit frontalem Blick in die Getriebeglocke zeigt? Die Überlegung wäre, anstatt Motor und Kupplung an das Getriebe, das Getriebe an Motor und Kupplung anzupassen. Ohne weiteres wird dies wohl nicht möglich sein, sonst hätten die Vorschrauber das Thema anders gelöst, aber der Gedanke, das Getriebe dem Motor anzupassen, gefällt mir besser. Allerdings ist der an einen OM 615 oder OM 616 angeschraubte Zwischenflansch aus Leichtmetall geschätzt um die 30 - 40 mm hoch ("lang"), so dass sich die Anschraubebene samt dann Getriebe entsprechend weiter nach hinten verschiebt, was bezüglich Gelenkwelle und Schaltung zu beachten wäre. Man sieht diesen Unterschied auch auf deinen Bildern. Hat dein 319er Lenkradschaltung?

Gibt es hier Fahrzeuge mit z. B. OM 616 und 5-Gang-Getriebe aus einem Bremer? Automatik als weitere Alternative würde ich im 319er nicht wollen, wäre aber denkbar, wenn die Einbauraumverhältnisse dies zulassen.

Die Ölfilterposition ist interessant. Auf die Motoraufhängung bin ich gespannt.

Bei der Abdichtung zwischen Ölwanne und Zylinderkurbelgehäuse würde ich vom Gefühl her kein Silikon nehmen, auch wenn das gut abdichtet, sondern würde spontan zu Curil T greifen, weil es für Dichtungen Metall/Metall geeignet ist, weil es mit den weitesten Temperaturbereich abdeckt, allem voran aber weil es nicht dick aufträgt. Somit ist die Abdichtung der Kurbelwelle vermutlich eher sichergestellt als wenn die beiden Teile nicht ganz so formschlüssig verschraubt werden, wie dies konstruktiv vorgesehen ist.

Beim hinteren Burgmannring würde ich entweder das Risiko eingehen und den alten drin lassen - abhängig vom ersichtlichen Zustand und dessen Lage in der Nut, oder, wenn irgend möglich, alte Lagerware beschaffen, notfalls ein ganzer Dichtsatz aus altem Lagerbestand, bei dem der Burgmannring noch asbesthaltig ist. Das asbestfreie Ersatzmaterial ist kritisch. Der Einbau muss in jedem Fall sehr sorgfältig erfolgen, indem das Vierkantschnurprofil mit einem glatten Rohrstück in die Nut eingewalkt wird. Nicht pressen! Erst wenn die Ringhälfte richtig in der Nut sitzt werden die Enden mit dem erforderlichen Überstand rechtwinklig (!) abgeschnitten.

Hier gibt es ein paar Bilder und Informationen dazu:

http://forum.mercedesclub.de/index.php/ ... i-Montage/

Du bist ja kein Anfänger, aber für den einen, der mitliest und das vielleicht nicht ganz präsent hat sei der Verweis erlaubt.

Die Fotos deiner Restauration habe ich mehrfach angeschaut. Zur Anfertigung einzelner Blechteile werde ich dort eine Frage stellen - vielleicht schaust mal rein.

Du steigerst nun vom OM 615 mit 55 PS auf OM 616 mit 72 PS? Ein Quantensprung.

Viel Vergnügen bei der Arbeit.

Harald2
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 20.04.2017, 10:05

Hallo Harald,

es werde Licht... :roll:

Habe nun beide Schwungräder runter, nachdem ich natürlich OT markiert habe.
Meine Idee war ja erst, das OM616er Schwungrad einfach auf das passende Maß abdrehen zu lassen. Die Unwucht müßte ja gleich bleiben, in etwa...
ABER: Wie Du schon richtig gesehen hast, ist der Getriebezwischenflansch am Motor ca. 3cm dicker und damit würde das Getriebe unweigerlich weiter nach hinten
wandern. Neben Problemen mit dem hinteren Getriebelager, gut, das könnte man um 3cm versetzen, paßt es dann allerdings auch nicht mehr mit der Kardanwelle... :hammer:
Das bei mir verbaute Schwungrad ist insgesamt flacher und die Teilenummer fängt mit 121 an, also aus einem Benziner... :shock:
Ich werde jetzt beide Schwungräder zum Gegenwuchten nach Hannover senden. Sollte es dann nicht so funktionieren, wie ich mir das wünsche, kann ich immer noch das Om616er
Schwungrad abdrehen und mir dann Gedanken machen, wie ich das Getriebe dahinter gefummelt bekomme, oder ein anderes verwenden...
Die Motoraufhängung wird vom alten Motor übernommen, auf den ersten Blick passen die Bohrungen, oder werden passend gemacht... :top:
Die Ölwannenabdichtung ist natürlich immer problematisch. Curil härtet aus und bröselt sicherlich durch die Vibrationen eines OM's langsam weg. Curil T ist wohl etwas flexibler.
Bisher habe ich so etwas mit Dirko HT von Elring gut dicht bekommen, wobei dies eher für Metall-Kunststoffverbindungen sein soll. Mein Differential vom w124er ist mit Dirko HT allerdings dicht (ja und es ist Öl drin ((für die Experten)) ).
Ich les mich zu Curil T noch mal schlau...

Der Borgmann-Ring ist ja immer die Achillesferse... da der aus dem OM616 Bj.92 wohl mit Sicherheit schon Asbestfrei sein wird, hab ich jetzt mal einen neuen bei MB bestellt.
Auch der OM616 scheint an dieser Stelle ein Auslaufmodel zu sein...
Zur Montage gibt es wie immer widersprüchliche Angaben v.a. bzgl. der Überstände. Von 0,4 bis 1,25mm liest man... Vlt. ist der Mittelweg der Beste...

http://www.strichacht-forum.de/knowhow- ... chseln.pdf

Blechteile dengeln macht schon richtig Spaß, aber auch hier hilft eigentlich nur sehr gutes Werkzeug. Kantbank/Blechscheren/Sickenmaschine/Stauch-Streck-Gerät etc.
Eine Rollenstreckmaschine fehlt mir leider... zu teuer und man braucht sehr viel Übung... für mich als Hobbybastler eine Nummer zu groß...

Bin gespannt, wie es nun weiter geht.

Bei der Demontage des Vorderachsträgers sind mir leider zwei der drei zu demontierenden Bremsleitungen gebrochen... festkorrodiert...

Hat jmd bzgl eines Bremsleitungsbördelgerätes eine Empfehlung. Lieber gut als billig, aber auch nicht unbedingt Hazet/Stahlwille Goldstaub-Diamantensplitter-Niveau!
Ich liebäugele mit diesem hier von Sykes Pickavant:
http://www.ebay.de/itm/Sykes-Pickavant- ... SwDk5UFVPo
oder Kunzer 7HBG20 (ist allerdings teurer):
https://www.amazon.de/Kunzer-7HBG20-Han ... B00C7PSKQC

Charmant erscheinen mir auch die Revolver-Geräte.

Bis denn
Jörg

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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Harald2 » 20.04.2017, 11:06

Hallo Jörg,

auswuchten der Schwungscheiben sollte jede Mercedes-Benz Niederlassung noch kennen und können. Mit Niederlassung ist aber nicht der kleine Vertragspartner mit dem Stern auf dem Dach gemeint, sondern die Stelle, wo sich ein Ableger der ehemaligen Daimler-Benz A. G. niedergelassen hat. Da gab es zwar in jüngerer Zeit strukturelle Änderungen, aber die Werkzeuge sollten in diesen Betrieben noch da sein. Sollten. Ich habe dir zwei Dokumente als Gute Nacht-Lektüre angefügt. Daraus kannst du erlesen, dass der Überstand 1 mm betragen soll und auch welches Dichtmittel werksseitig empfohlen wird. Das andere Dokument ist echt ne Wucht, Details für dich und ggf. dem diesbezüglich unbeleckten Jungmonteur in der Niederlassung zu Kenntnis.

Du schriebst: "Bei der Demontage des Vorderachsträgers sind mir leider zwei der drei zu demontierenden Bremsleitungen gebrochen... festkorrodiert..."

Leider? Oder zum Glück?

Billige Bördelgeräte taugen bestenfalls für butterweiche Kupferleitungen. Männer aus Stahl kaufen das HAZET-baugleiche Werkzeug von GEDORE, weil es in der Regel günstiger als das HAZET-Werkzeug zu bekommen ist. Noch vor einiger Zeit in der Blechkassette zu haben, hat nun auch beim GEDORE-Behältnis Kunststoff Einzug gehalten. Empfehlung: Google nach GEDORE 234001 DOPPELBOERDELGERAET METRISCH

Hier siehst du die Ausführung für stahlharte Männer in der Stahlblechkassette:

https://de.brammer.biz/product/2715692/ ... T_METRISCH

Ich würde mir Zeit für einen ausgiebigen Preisvergleich nehmen, das Werkzeug sollte unter 300,- EUR zu bekommen sein. In der heutigen Zeit ist das Geld in Sachwerten in jedem Fall gut angelegt und wenn du gutes Werkzeug hast, wirst du nie mehr fragen, was es gekostet hat, währen du bei in jeder Hinsicht billigem daran erinnert wirst, bis du dich von deinem Fehlkauf trennst.

Alternativen könnten sein:

a) Werkzeug ausleihen

oder

b) Bremsleitung beim Bremsendienst oder Landmaschinenwerkstatt bördeln lassen

oder

c) Bremsleitung online in gewünschter Länge fertig kaufen und zurecht biegen, zum Beispiel mit einer solchen Biegezange:

https://www.contorion.de/handwerkzeug/g ... 20090422:s


01-310.pdf


03-440.pdf


319 Grüße
Harald2
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Zuletzt geändert von Harald2 am 20.04.2017, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Elo » 20.04.2017, 11:19

Bei meinem sieht die Kupplung so aus:
Bild


Und die Glocke:
Bild

Den Umbau hat allerdings einer der Vorbesitzer gemacht.
Als Getriebe hängt inzwischen ein 5-Gang dran, vorher war ein auch nicht originales 4-Gang mit Schaltknüppel verbaut.
Jedes Ende bedeutet einen neuen Anfang.
Elos kleine Fahrzeugschau
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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 20.04.2017, 20:05

Tja, was jede Mercedes Niederlassung können sollte... hier im Norden kannste das vergessen. Habe einen halben Tag mit telephonieren verbracht und dann auf die Firma in Hannover verwiesen worden... Traurig aber wahr: das sind fast alles Austausch-Mechatroniker. Für mich das ultimative Schimpfwort bzgl. Oldtimer-Schrauberei...

Die Bremsleitungen sind beim Abschrauben verdreht und dann natürlich irgendwann abgebrochen. Der Nippel war festkorrodiert. Hätte vlt. vorher etwas Caramba drauf machen sollen, aber eigentlich sollten die ohnehin gewechselt werden, wie auch die mutmaßlich 20 Jahre alte Bremsflüssigkeit... :roll:

Das Gedore Bremsdengel-Teil ist natürlich schon Oberklasse. Hat ein Freund von mir in der Hazet Ausführung. Bei TBS-Aachen 289,95€ puhä...

Apropos, welches Material sollte man nehmen. Stahlbremsleitungen oder Kunifer?

Beim Elo sieht es wie eine /8er Kupplung aus. Mit anderem Getriebe eine Option für später...

(Wieso kann ich im Antwortbeitrag plötzlich keine Bilder mehr hochladen??? Gestern ging das noch... ???)... Scheint an Firefox zu liegen... im IE funktioniert es...

Gruß
Jörg
Zuletzt geändert von Joe am 20.04.2017, 22:08, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Harald2 » 20.04.2017, 21:39

Hallo Jörg,

das Problem mit den Werkstätten ist, dass du als L 319-Fahrer auf einen Fachmann treffen möchtest und der, der neben dir steht mit seiner S-Klasse von 2016 auch und der mit seinem 2009er Actros auch. Es gibt wohl niemanden, der die MB-Produktpalette der vergangen 60 Jahre beherrscht. Einzelne Betriebe haben das Werkstattpotenzial Oldtimerkunde entdeckt, aber Nutzfahrzeuge ist nochmal eine deutlich winzigere Nische.

Deine Bremsleitungen haben vermutlich Rostnarben, die die Wandung schwächen. Die Prüfer bei TÜV etc. ergötzen sich zwar an gebürsteten und gewachsten Bremsleitungen, die tags zuvor noch mehr nach Rostherd als nach Hochdruckleitung aussahen (bei einer Vollbremsung herrschen über 100 bar im Leitungssystem), übersehen aber oft, dass der Zustand einer Sicherheitsüberprüfung bei genauer Betrachtung nicht standhält. Es wird gut sein, wenn du die erneuerst.

Alternativen zum Kauf eines eigenen GEDORE-Werkzeuges gibt es, Billigwerkzeug sehe ich nicht als Alternative. Am günstigsten ist es, die Länge der Leitung auszumessen und ein fertige Stücke online bestellen. Zu bestimmen sind der Leitungsdurchmesser und die Nippelform (E-Bördel, F-Bördel,..).

Die Werkzeuge unterscheiden sich noch dahingehend, ob nur im Schraubstock oder auch am/im Fahrzeug gebördelt werden kann - zumindest einigermaßen.

Kunifer ist ein bevorzugtes Material für den Selbstschrauber: Relativ leicht zu bördeln, relativ leicht zu biegen. Ich mag jedoch keinen Kupferanteil in Bremsleitungen, wenn ich mir vorstelle, nach wie vielen Hin- und Herbiegungen ein Stahldraht bricht und wie leicht dagegen ein Kupferdraht. Kunifer wird im großen Stil verbaut, es funktioniert und hat sich soweit bewährt, meins wäre es nicht. Wieso auch? Einmal in Stahl neu gemacht, dann hält dich diese Arbeit aus, wenn du nicht gerade jeden Winter Salz auflädst.

Mit anderen Getrieben ist es so eine Sache: Ein 319er mit Lenkradschaltung sollte sie behalten, finde ich. Sonst bauen wir noch CDI-Motoren mit 7-Gang Automatik drunter. Hätte ja Vorteile. Aber ist es dann noch ein 319er? Dann wäre es einfacher, eine Kabine auf ein Sprinter Fahrgestell zu schweißen.

Meiner hat einen OM 636. Da ich mit dem Schnell-Lastwagen nicht schnell Lasten transportieren werde, wenn er denn eines Tages wieder auf der Straße ist, bleibt der Ur-Diesel an seinem angestammten Platz. Wer im 319er auf große Reise geht, der mag das anders empfinden.

Wie ist das mit der Lenkradschaltung: Wurde auf Mittelschaltung geändert, als die neuen Typenbezeichungen kamen oder wie, wann war das?

Harald2

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Re: Schwungscheibe OM621 für Umbau auf OM616

Beitragvon Joe » 22.04.2017, 09:35

Lenkrad zu Mittelschaltung kenne ich mich nicht mit aus. Meiner hatte schon die umgebaute Mittelschaltung beim Kauf... stört mich eher weniger und ist natürlich deutlich wartungsfreundlicher...

Ich hab nun die Ölwannen der beiden Motoren runter und nun bin ich doch bzgl. der Burgmanndichtung stutzig geworden...
In beiden (!) Ölwannen war der Dichtring wie auf dem Photo zu sehen verbaut:

DSCN7377.JPG


Ich dachte beim Ausbau der alten Ölwanne erst, na siehste, kein Wunder, daß der Motor nach hinten Öl verliert, Dichtung falsch eingebaut.
Dann die Ölwanne des OM616 abgebaut und hier genau das gleiche: rechts steht die Dichtung über, links aber unter der Dichtfläche...
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Om616 Ölwanne schon einmal runter war.
Dreht sich diese Burgmanndichtung evtl. in typischer Weise mit, aber das sollte der Dorn ja eigentlich verhindern...

Beim Einbau steht ja eindeutig: BEIDE SEITEN 1mm ÜBERSTAND

Dichtring hinten enbauen.JPG


Vom Prinzip her also so wie auf dem folgenden Bild (kein MB Motor!) und dann die Enden 1mm rechtwinklig beidseits abschneiden.

Prinzip Burgmanndichtung.jpg



Ich frag mich warum in beiden Ölwannen der Dichtring rechts heraus und links unter steht (jeweils in Fahrtrichtung).

Hat jmd. eine schlüssige Erklärung?

Grüße
Jörg
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