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Umbau auf OM615

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schrat
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Umbau auf OM615

Beitragvon schrat » 19.12.2004, 10:10

Ich habe keine Erfahrung, mit dem OM616 (Joe's Thread), wohl aber mit einer Version des OM615 Umbaus. Einiges trifft sicher auf beide Varianten zu. Damit nicht alles durcheinandergerät mache ich aber besser mal ein neues Thema auf.

Zur eindeutigen Nomenklatur der FzTypen: Mercedes hat die letzten 319er im Zuge der allgemeinen Namens-Normierung je nach Motor als L405, L406 und L408 bezeichnet. Die 1968 folgende 'neue Generation' , Baumuster 309 hießen dann zunächst ebenfalls L406 und L408. Ich nenne sie hier deshalb nur 319 oder 309.


Der Motor OM615 in der LKW-Ausführung (aus 309) hat eine größere Schwungscheibe (615 032 07 01) als die Original 319er Motoren. Diese paßt nicht auf das 319er Getriebe, denn die Getriebeglocke ist zu klein, die Getriebehauptwelle des 319ers ist etwas größer und paßt nicht in die Verzahnung der Schwungscheibe und das Führungsrohr für das Ausrücklager ist zu lang.
Mein WoMo hat deshalb den kpl. Satz, also Schwungscheibe, Glocke, Anlasser und Getriebe aus dem frühen 309er eingebaut. Das paßt alles, außer dem vom Getriebe zum Rahmen gehenden Stützlager, das man aber leicht anpassen kann.
Das frühe 309er Getriebe ist äußerlich quasi identisch mit dem 319er Getriebe. Es hat mechanische Kupplung, kann auch mit dem 319er Deckel für Lenkradschaltung versehen werden. Es hat eine etwas schnellere Übersetzung der Gänge 1-3. Das jedem bekannte Loch zwischen dem 3. und 4. Gang ist etwas kleiner (Untersetzung 1,53 anstatt 1,72), was meist von Vorteil ist (außer bei hohem Gewicht am Berg).

Meine Frage: Wie kann ich den OM615 mit dem originalen 319er Getriebe kombinieren? Ich habe von abgedrehten Versionen und weggeflexten Glockenteilen gehört, aber gibt es nicht eine direkt passende Schwungscheibe dafür?


Frank

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flori-68
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Umbau OM 615

Beitragvon flori-68 » 19.12.2004, 13:06

Hallo Frank, ich versuche einfach mal meine Erlebnisse mit dem Motorumbau ( Benziner ) auf die Dieselvariante zu übertragen. Bei meinem Umbau von m 121 auf M 115 entsteht nämlich das gleiche Problem mit der Kupplungsglocke. Ich hatte zunächst vor, ein überholtes Flossengetriebe hinter den M 115 zu hängen, mußte jedoch dann feststellen, daß die Kupplungsglocke zu hoch war für den Unterboden. Demnach blieb mir erstmal nur die Variante mit dem orig. Getriebe vom 319. Dieses jedoch paßte wiederum nicht auf die Flanschplatte am M115. Also bin ich hingegangen und habe im Zuge der Motorrevision das 121 er Schwungrad auf die 115 er Kurbelwelle montiert und entsprechend erleichtert und umgewuchtet, so daß auch die orig. 319er Kupplung mit dem Getriebe wieder paßte.Baukasten sei Dank

und merke: Alles geht,denn nur der Frosch hüpft

Schraubergrüße vom Markus

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schrat
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Beitragvon schrat » 19.12.2004, 14:01

Genau das hatte ich auch in meinem WoMo als ich es kaufte. Da paßte dann aber der Dieselanlasser nicht auf den Zahnkranz der Benzinerschwungscheibe. Der Umbauspezialist hatte deshalb einen 621er Anlasser mit zwischengelegten Scheiben schräg eingebaut, was aber mehr hüpfte als das es ging. Als dann nach kurzem der Motor nicht mehr anhüpfte, habe ich die Konstrukton überhaupt erst entdeckt und alles wie oben beschrieben geändert. Mein 309er Getriebe ist allerding schon sehr betagt (ich benutzte es schon seit 1977 im Vorgänger 309), sodaß ich jetzt lieber mein originales und gutes 319er Getriebe drinhätte.

Wie hast du das Anlasserproblem gelöst? Wie wird die Schwungscheibe von Benziner auf Diesel umgewuchtet? Ist die Schwungmasse nicht zu gering?
Frank

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Joe
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Bilder Getriebe OM 615 in 319 bzw. L406

Beitragvon Joe » 19.12.2004, 18:40

Hallo Schrat und Flori

Habe in meinem Thread über OM 616 auch mal ein paar Bilder von der Getriebe Motorverbindung in meinem L406 gepostet.
Habe einen OM 615 AT-Motor drin, weiß allerdings nicht, ob das die PKW oder LKW Version ist.
Zumindest sind da einige merkwürdige Bleche zusammengedengelt.

Sternengrüße

Joe

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Beitragvon 319erUfi » 19.12.2004, 19:59

Zu der Thematik gibt es sehr viele Meinungen. Die Fakten sind:
Alle 319er mit M121 oder OM621 haben die gleichen Getriebe, Kupplungen (hören und staunen) Schwungscheiben und Anlasszahnkränze. Baujahrbedingt gab es eine Änderung. Mit Erscheinen des 80PS Benziners wurde die Kupplung größer (200mm>230mm) und die Schwungscheibe entsprechend verändert aber wieder in Diesel und Benziner eingesetzt.
Unterschiedlich sind die Motorstirnbleche bedingt durch den Anlasser sitz und die Anlasser mit Abstandsring. Man kann das Benzinerstirnblech so umändern, dass der Dieselanlasser passt. Der Flanschlochabstand ist nämlich identisch (geht nicht anders, da sie dieselben Kupplungsglockenhaben) nur das Loch für den Dieselanlasser ist größer und zum Flansch unsymmetrisch. Das ist auch der Grund, warum der Flossenanlasser nicht passt, das Anlasser Gussgehäuse ist anders. Ich persönlich möchte versuchen (wenn ich es mal umbaue) die 319er Schwungscheibe und vorderes Ausgleichgewicht auf eine OM 616 Kurbelwelle zu setzen und auswuchten zu lassen, das 319er Stirnblech zur Befestigung der Kupplungsglocke verwenden, 319er Kupplung mit 319er Kupplungsglocke, 309er Getriebe mit 319er Getriebedeckel für die Lenkradschaltung und dann gucken was der Ball macht. Alle anderen Umbauteile (Krümmer, Ölwanne etc.) bleiben hier jetzt mal unerwähnt.
Also alle Klarheiten beseitigt, bin auf Kommentare gespannt.
Gruß Wolfram
goforgold

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Beitragvon schrat » 20.12.2004, 00:29

Hallo Wolfram,
das ist ja richtig spannend :shock: .
1. Habe ich richtig verstanden, daß auch die 230er Schwungscheibe in die alte 319er Glocke paßt, oder gibt es da eine zweite Variante? Meine 230er 309er-Schwungscheibe paßt jedenfalls nicht rein.
2.Könntest Du etwas über das erwähnte vordere Ausgleichgewicht erzählen?
3.Willst Du bei Deiner Version die 200er oder die 230er Schwungscheibe und benutzen und welchen Anlasser? Den vom 621er?


Ich habe damals die fremde Schwungscheibe ohne Nachwuchten einfach so eingebaut, weil ich den Ausbau der Kurbelwelle gescheut habe. Weiß jemand, ob man die Kurbelwelle ausbauen kann ohne Motorausbau?

Frank

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Beitragvon 319erUfi » 20.12.2004, 01:57

1. Ich habe hier eine 319er Schwungscheibe mit Kupplungsdurchmesser 230 mm, die vom 319er stammt und mein Tabellenbuch weist die zwei Kupplungen aus.Müsste also eine zweite Variante sein.
2.Die Schwungmasse mit 230mm Kupplung sieht auf der Rückseite komplett anders aus, da fehlt so eine Art Tortenstück. Beim OM 616 ist das nicht so. Die Kurbelwellen selber sind aber sehr ähnlich oder nicht so unterschiedlich, dass so eine starke Massenungleichheit erklärt werden könnte, daher gehe ich davon aus, dass die vordere Ausgleichmasse (hinter der Riemenscheibe) das wieder egalisiert. Das Experiment steht aber erst noch bevor, da kann ich nichts von beweisen.
3. 230er Version mit OM 621 Anlasser. evt nur 621 Anlassergehäuse mit /8 Anlasser, der ist aber auch dicker also noch ein Experiment nötig.

Ich glaube Peter H. hatte seine Kurbelwelle bei eingebautem Motor heraus genommen, um den Filzdichtring zu ersetzen.

Gruß Wolfram
goforgold

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om615 - 319 getriebe

Beitragvon Compay » 20.12.2004, 16:47

hallo.......

weil es viele technische deutsche worter gibt die ich nicht vertstanden kann, kann ich nicht viele technische tips geben....aber ich kann doch erzahlen das meine 319 umgebaut ist von m121 benziner 68ps nach om 616......hab das nicht selber gemacht, so kann da technisch nicht so viel uber erzahlen.....erstmahls hat man die om616 kombiniert mit 319 getriebe, weil ich sehr gerne die handschaltung behalten wolltest......die 319 wahr unvorstellbar schnell mit wegfahren....wirklich unvorstellbar.....nur einige problemen...die hochstgescwindigkeit war maximal 80......und wann mann kein gas mehr gab (zb wann mann bremsen muss) schokte die motor (wie muss ich das sagen denn drehte die motor sehr unbalanziert)

wir wollten diese probleme losen durch eine "overdrive" zu montieren hinter das originale m121 319 getriebe, (wie auch viele englander auto's haben) aber das war doch sehr zwierig zu machen (vielleicht kann das doch!!! gute frage for dieses forum)

alle problemen gelost durch die einbau von ein 5 gang getriebe (overdrive)....alles zwischen getriebe und motor ist denke ich von 207D.....das nummer von dieses getriebe steht auch noch irgendwo am
forum......kann das auch suchen und in eine neue reaktion melden...gut fur die top poster ranking!

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christoph
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Beitragvon christoph » 20.12.2004, 19:26

hallo leute,
also nach allem, was ich hier bis jetzt zu dem thema gelesen habe, müsste sich das problem bei mir etwas einfacher lösen lassen: umbau om 621 zu om616. demnach müsste ja die getriebeabstufung ganz gut harmonieren... oder seht ihr das anders?
gruss christoph

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Motorumbau

Beitragvon flori-68 » 21.12.2004, 11:47

Hallo Jungs, hätte noch ein paar Anmerkungen zum Thema

Da es ja bei den verschiedenen Motortypen auch Unterschiede an der Ölwanne gibt, würde ich sagen, sobald die Ölwanne sich nach unten abnehmen lässt, geht auch die Kurbelwelle nach unten zu demontieren

Bei den frühen Kurbelwellen mit drei Hauptlagern ist die Kurbelwelle für sich unwuchtig ( Gegengewicht in der Mitte).NUR zusammen mit vorderem Gegengewicht und Schwungrad bildet sie eine gewuchtete Einheit. Die Schwungscheibe ist eigenständig auch unwuchtig ( massive Erhebung auf Kurbelwellenseite ) . Montiert man z.B. diese frühe Schwungscheibe auf eine fünffach gel. Kurbelwelle,ergibt sich daraus eine unwuchtige Gesamteinheit.Daraus folgend müßte die Erhebung entfernt und alles zusammen nachgewuchtet werden.
Ich möchte natürlich nicht ausschließen, daß man den Massenunterschied beim Diesel nicht so spürt.Für die Lager jedoch ist eine vorhandene Unwucht natürlich nicht so doll.

Grüße vom Markus[/u]

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Beitragvon 319erUfi » 21.12.2004, 18:50

Dass die Kurbelwelle ansich unwuchtig ist gilt für alle Kurbelwellen und auch die Ausgleichgewichte am mittleren Wellenlager findet man an allen Kurbelwellen. Die Unterschiede an den Schwungscheiben sind mir auch schon aufgefallen, dachte aber das es mit der vorderen Schwungmasse aufgehoben würde. Ich muss es auf die Welle schrauben und die Unwucht überprüfen lassen. Alles andere bleibt graue Theorie. Bilder der Kurbelwellen von OM 621-3fach gelagert, 5-fach gelagert und M 121 3-fach gelagert habe ich angefügt, um den Gesprächsstoff nicht unnötig abebben zu lassen.
Gruß Wolfram
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